Was hatten die Frankfurter Publicis Werber alles herausposaunt. Excellenz Public Communication und CSR für das Berliner Volksbegehren Pro Reli, verkündete Pressetante Anne Motz. Man wollte tolle Wahlwerbung machen und Wunderbares im Internet wie Obama flötete CEO Volker Selle der Presse zu und mit P//MOD Düsseldorf habe man schließlich Online-Auskenner im Gepäck.
Nix ist daraus geworden. Eine peinliche Plakatserie mit Adligen und Promis aus Potsdam, ein leeres Facebookprofil und eine Twitterstream bei dem Durchaltemeldungen an eine Hand voll Leser gefüttert wurden. Dazu ein Website, auf der man virtuelle (Gedenk?)Lichter anzünden konnte, was keiner gemacht hat und was postwendend von findigen Hackern umgemünzt wurde.
Die Rechnung kam prompt und doppelt. Zum einen verfehlte Pro Reli das notwendige Quorum um fast 50%. Zum anderen stimmten von allen Wählern auch noch die Mehrheit gegen das Volksbegehren.
Sieht so aus, als hilft bei schlechter Werbung auch kein Beten mehr. Den Berliner Kirchen ist zu wünschen, dass das ganze hoffentlich nicht mehr als ein “vergelt’s Gott” gekostet hat. Sonst wäre es nämlich schade um die Kirchensteuern.


